Ein gemütliches Wochenende hat sich der Schriftsteller Albert Winkler mit seiner Geliebten Monika in seinem Landhaus ausgemalt. Das Dienstmädchen Mitzi wird auf Zwangsurlaub geschickt, Gattin Beate fährt zu ihrer Mutter Hildegard. Und so steht einem amourösen Abenteuer nichts mehr im Wege.
Doch dann taucht Alberts aufdringlicher Freund Emil samt Freundin Vicky auf und hat zu allem Überfluss auch noch Alberts Gattin und die liebe Schwiegermama im Gepäck. Damit nicht genug – zwei flüchtige Bankräuber stürmen ins Haus und nehmen die ganze Sippschaft als Geiseln.
Fatal und gewaltsam könnte das enden, zumal ein Polizei-Inspektor, gesegnet mit entsprechendem „Scharfsinn“, hereinplatzt und zusätzlich Verwirrung stiftet.
Leidenschaft und Liebe allerdings, sind nicht nur wunderbar, sondern vor allem unberechenbar…
Adelaide und Benjamin Dupont sind besorgt. Haben ihre frischvermählte Tochter Paulette und ihr Gatte Robert in den Flitterwochen für den heiß ersehnten Nachwuchs gesorgt oder hat der Zollbeamte im Zug Robert für immer traumatisiert? Denn dann könnte Monsieur La Baule einspringen, der scheinbar hoffnungslos in Paulette verliebt ist. Vielleicht kann aber auch die freizügige Malerin Zézé Roberts Männlichkeit wieder zum Leben erwecken? Zézé nimmt es mit Wahrheit und Treue ohnehin nicht so genau und tut alles, um endlich ein Bild verkaufen zu können. Oder ist Robert gar der Mörder der Witwe Tripette aus Vincennes? Und was hat der Kamelhändler Frontignac aus Algier damit zu tun? Jeder ist hier bereit, den anderen zu erpressen, um seine eigene Haut zu retten. Ist die Ehe von Paulette und Robert noch zu retten oder liefert letzten Endes dann doch jemand einen Scheidungsgrund?
Paris im 17. Jahrhundert. Der Gegensatz von Schein und Sein: Was echt wirkt, ist eingebildet oder geheuchelt, während umgekehrt Täuschungen oft zur Wahrheit führen.
Umgeben von tausend Fläschchen, Pillen, Tropfen, Ärzten und Apothekern liegt Argon, der Hypochonder, auf seinem Sofa und fühlt sich dem Tode nah. Allen abstrusen Anordnungen seiner quacksalbernden Ärzte, die nur hinter seinem Geld her sind, unterwirft er sich geduldig. Geradezu besessen ist er von den zweifelhaften Klistier-Attacken seines Arztes Dr. Purgon.
Während seine geldgierige Frau Béline nur darauf wartet, dass er stirbt, will er aus Eigennutz den Arzt Thomas Diafoirus zum Schwiegersohn machen und lässt die Wünsche seiner Tochter Angélique außer Acht, die eigentlich in Cléante verliebt ist – wären da nicht die pfiffige, einfallsreiche Dienerin und eigentliche Herrin im Haus, Toinette, sowie Argans Bruder Béralde, denen es gelingt, das Unglück durch List und Tücke abzuwenden.